Pilotprojekt Richten kam gut an

16.03.2009

Essen - Zm Thema „Richtiges Richten" hatte auf XENOPHON, Gesellschaft für Erhalt und Förderung der Klassischen Reitkultur, der als Vorstandsmitglied auch Klaus Balkenhol angehört, bei der 20. EQUITANA in Essen eingeladen. Dabei wurde eine M-Dressur auf Trense geritten, präsentiert von den zwei deutschen Amazonen Brini Wittek und Vanessa Gesing und dem gebürtigen Norweger Frode Nesheim. Neu dabei war, dass die drei Richter nicht nur räumlich, sondern auch thematisch getrennt richteten. So wertete Dr. Britta Schöffmann, selbst Grand-Prix-Reiterin und Pferde-Fachbuchautorin, ausschließlich die technische Ausführung der gerittenen Lektionen. Von der zweiten Richterposition aus, die von Johann Riegler, Oberbereiter der Spanischen Hofreitschule in Wien, der in Reiterkreisen auch als Sitz-„Fetischist" bekannt ist, wurden die Ritte unter dem Schwerpunkt Sitz und Einwirkung des Reiters betrachtet. Beim dritten Richter in der Runde, Klaus Balkenhol, fiel vor allem der das Gerittensein nach der Skala der Ausbildung in die Waagschale, wobei die hier erreichte Note mit dem Koeffizienten Zwei multipliziert wurde. Klaus Balkenhol anschließend: „Dieses Richtverfahren ist zwar sehr aufwendig, macht dem Reiter jedoch auch ziemlich transparent, wie er sein weiteres Training zu gestalten hat." Und auch Dr. Britta Schöffmann war von dem Richtsystem, das von der International Equine Science Consulting (IESC) entwickelt und auf der Equitana erstmals vorgestellt wurde, angetan: „Dieses Richtverfahren, das ja noch lange nicht offiziell verankert und in irgendein Reglement aufgenommen worden ist, scheint mir sehr fair und zwingt den Reiter sich intensiver mit der Ausbildungsskala auseinander zu setzen."


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