Glückwunsch zu Platz Vier

25.08.2004

Athen – US-Reiterin Debbie McDonald und ihre Hannoveraner Stute Brentina verpassten in Athen knapp die Bronze-Medaille und landeten in der Endabrechnung auf Platz vier. Vor der Kür war noch alles möglich – allerdings hatten sich die führenden drei Reiterinnen, Ulla Salzgeber (GER), Anky van Grunsven (NED) und Beatrize Ferrer-Salat (ESP) – mit einigen Prozentpunkten Vorsprung bereits abgesetzt. Nur eine überragende Kür von Brentina und eine schlechtere Platzierung von Beatriz Ferrer-Salat hätten Debbie Bronze beschert. Doch es sollte nicht sein. Zwar gelang Debbie's Kür gewohnt harmonisch, doch mehrfache Fehler in den Zweier- und Einerwechseln drückten die Gesamtnote und brachten "nur" 78.825 Prozent. Damit war die Chance verpasst, an der Spanierein vorbei zu ziehen. "Ich bin nicht besonders glücklich über mich selbst", so die US-Amerikanerin. "Aber ich bin sehr zufrieden mit meinem Pferd. Es war einfach einer dieser Momente, an denen Körper und Kopf nicht optimal zusammen arbeiten. Aber zumindest habe ich Olympia erlebt und kann mit erhobenem Haupt nach Hause fahren." Sehr zufrieden mit seinem Abschneiden war Team-Kollege Robert Dover, der auf Kennedy in der Einzelwertung auf Rang sechs landete, und das, obwohl er den Fuchs erst seit Ende letzten Jahres unterm Sattel hat. Kennedy steigerte sich in Athen von Wettbewerb zu Wettbewerb. "Es war großartig, es machte richtig Spaß", so Dover. "Dumm nur, dass mein Pferd am Anfang ein bisschen nervös wurde. Irgendwas hatte ihn hinten im Stadion gestört und er verlor für einen Moment seine Konzentration. Das war schade, denn heute in der Kür hätte er auch für 80 Prozent laufen können. Es war ein Gefühl als ob er fliege." Bei dem Wind, der im olympischen Reiterstation herrschte, wäre das auch kein Wunder gewesen. Viele Pferde ließen sich davon ablenken, so auch Günter Seidels Schimmel Aragon. Das ehemalige Springpferd, in großen Dressur-Prüfungen noch recht unerfahren, aber mit einer enormen Piaff-und Passage-Tour ausgestattet, war in der Kür nicht richtig konzentriert, kam häufiger hinter den Schenkel und blieb unter seinen Möglichkeiten. Platz 13 in der Kür und 14 in der Endabrechnung. US-Coach Klaus Balkenhol war auf jeden Fall mit "seinen" Reitern zurfrieden: "Vielleicht hat nicht alles so hundertprozentig geklappt, aber die Reiter haben alles gegeben und auch viel erreicht. Ich bin sehr stolz auf diese Equipe." "


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