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Dressur-Krimis in Aachen

Aufregend -- und großartig für den Sport -- war die Dressur-Woche beim CHIO in Aachen.
Hier fand im Spitzenfeld vorab quasi eine Mini-Version der Weltreiterspiele statt, denn neben den deutschen WEG-Team-Kandidaten Helen Langehanenberg/Damon Hill, Mathias Rath/Totilas, Tina Sprehe/Desperados und Isabell Werth/Bella Rose fanden sich auch Adelinde Cornelissen mit Parzival und vor allem Charlotte Dujardin mit Valegro in Aachen ein. Letztere kämpfte sich über Umwege zum späteren Sieg in der Kür, denn zum ersten Mal seit Beginn ihrer kometenhaften Karriere unterlief ihr im Grand Prix gleich eine ganze Serie von Fehlern. Auch Damon Hill hatte im Grand Prix zwar kurzfristig eigene Ideen, doch seine Reiterin ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und erritt sich schließlich nervenstark den zweiten Platz (und steuerte damit ihren Teil zum Sieg im Nationenpreis bei), gefolgt von Platz drei im Special und schließlich einer fulminaten Kür, die den beiden erneut Platz zwei einbrachte.
Auch Klaus Balkenhols junge Schülerin Charlott Maria Schürmann hatte bei ihrer Aachener Premiere zunächst mit der extremen Sommerhitze und der doch unerwarteten Atmosphäre zu kämpfen. "Ich wollte es besonders schön machen", so Charlott hinterher, "aber dabei habe ich irgendwie das Reiten vergessen." Auch sie lernte aus der Erfahrung und erritt sich mit Burlington in ihrer anspruchsvollen Kür mit 77,2% den Sieg -- und sicherte damit dem deutschen U25-Team den Sieg in der Nationenwertung.